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Geschichte des Klosters.
Für den überdurchschnittlichen Rang des Ordensstudiums bürgte das zeitweilige Wirken berühmter Männer wie Albertus Magnus (2 Jahre zwischen 1236/40), Berthold von Moosburg (14. Jh.), Johann Herolt und Johann Schwarz gen. Nigri (15. Jh.) im Regensburger Konvent. Die Regensburger Bibliothekskataloge von 1347 lassen erkennen, daß die Bibliothek der Prediger unter den Mendikantenklöstern am besten ausgestattet war. 1475 von Nürnberg aus der Ordensreform zugeführt, geriet das Kloster zur Zeit der Glaubensspaltung in Schwierigkeiten. Die Zahl der Konventualen schmolz zusammen. Trotz der Proteste von Kaiser und Bischof beschlagnahmte die Stadt 1542-1557 und 1563-1630 das Kirchenschiff für den protestantischen Gottesdienst. Den Dominikanern blieb nur der Chor. Die 6000 Gulden zur Auslösung des Kirchenschiffs, wovon der spanische Gesandte beim Reichstag, Don Carlos d'Avila, allein 4000 beisteuerte, wurden zur Errichtung der Dreieinigkeitskirche verwandt. Nach der Reformation errang das Regensburger Kloster inmitten einer andersgläubigen Reichsstadt nie wieder die alte Bedeutung. Die neue, doch mit dem Mittelalter nicht mehr vergleichbare Blüte gegen Ende des 17. und im 18. Jh. beendete das Zeitalter der Säkularisation durch die Aufhebung des Konventes. Nachdem am Ende des 18. Jh. die Klosterdisziplin verfallen war, setzte Fürsterzbischof Dalberg 1806 die verbliebenen Dominikaner auf Pension. 1809 erlosch das klösterliche Leben endgültig. Die Franzosen hatten bei der Belagerung Regensburgs das einstige Jesuitenkolleg St. Paul in Brand geschossen. Deshalb übertrug Dalberg 1809 das Bischöfliche, später Königlich Bayerische Lyzeum, das dort errichtet worden war, in das Dominikanerkloster. Die Blasiuskirche wurde Studienkirche. Im Jahr darauf wies man der Marianischen Männerkongregation St. Blasius als Kongregationskirche zu. 1959 übernahm der Freistaat Bayern die ehem. Studienstiftung St. Paul. Eine Restauration der Kirche und Klostergebäude war unumgänglich geworden. Im Herbst 1966 begann in mehreren Abschnitten die Restaurierung der Kirche. Mit einer feierlichen Pontifikalmesse gab Bischof Dr. Rudolf Graber am 25. Juli 1971 die Dominikanerkirche St. Blasius wieder für den Gottesdienst frei. Der ebenfalls sanierte Klosterbau beherbergte bis 1973 die Katholisch-Theologische Fakultät der 1962 gegründeten Universität. |
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