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Dominikanerinnenkloster |
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Entstehung
Da Dominikus wußte, daß alles apostolische Wirken der Wirkmacht des Heiligen Geistes bedarf, um die anhaltend und einmütig gebetet werden muß (vgl. Apg 1,14), gründete er in Prouille ein Schwestern-Mosten. Dieses wurde zur Wiege der kontemplativen Dominikanerinnenklöster, zu denen auch wir uns zählen. Durch Gottes liebende Vatersorge besteht unser Kloster ununterbrochen schon seit 750 Jahren. Geistliche LebensformAls beschauliche Dominikanerinnen wollen wir uns radikal einlassen auf das Wort Gottes und vorbehaltlos in das Geheimnis des Todes und der Auferstehung des Herrn eingehen. Das Herzstück unseres Lebens ist die tägliche Feier der hl. Eucharistie und des vollständigen kirchlichen Stundengebetes. Mit Vorliebe pflegen wir den Gregorianischen Choral; an hohen Festen singen wir die Vesper lateinisch. Den neun Gebetsweisen des hl. Dominikus entsprechend sind bei unserem Chorgebet Zeremonien gebräuchlich, die auch den Leib mitbeten lassen. Jeden Abend erinnert uns die Salve-Regina-Prozession daran, daß wir als Glieder des pilgernden Gottesvolkes unterwegs sind zur ewigen Heimat. In einem kontemplativen Kloster nimmt auch das private Beten einen breiten Raum ein. So wird jeder Tag begonnen und beschlossen mit der Betrachtung, dem schweigenden Verweilen bei Gott. Die beständige Abgeschiedenheit durch die Klausur schafft eine Atmosphäre der Stille und der Sammlung, ebenso das Stillschweigen, das auch bei der Arbeit und sogar während der Mahlzeiten eingehalten wird. Unser Beten und Arbeiten, der Umgang mit Menschen und Dingen, alles ist geprägt von dem Bemühen um ständige Gottverbundenheit. Vorbild ist uns die Jungfrau und Gottesmutter Maria, die ihre große Aufgabe im Heilswerk erfüllte, ohne in der Öffentlichkeit hervorzutreten. So sind wir im Glauben davon überzeugt, daß auch wir durch Lobpreis, Anbetung und Fürbitte, ja durch unser ganzes kontemplatives Leben mit seinen Strengheiten auf verborgene Weise für andere ,,Quellen des Heils" (Jes 12,3) erschließen dürfen.
Unsere wichtigste Aufgabe ist also das Gotteslob im Namen der ganzen Schöpfung. Aber auch die Arbeit war von Anfang an ein fester Bestandteil des monastischen Lebens. In ein beschauliches Kloster tritt man nicht ein, um eine bestimmte Tätigkeit auszuüben, sondern um mit allen Fähigkeiten für Gott verfügbar zu sein. Die Schwestern können eingesetzt werden im Haushalt und im Garten, bei Verwaltungs- und Büroarbeiten, in der Sakristei, in der Hostienbäckerei.
Die Kandidatin macht zunächst ein halbes Jahr Postulatszeit durch. Das eigentliche Noviziatsjahr beginnt mit der Einkleidung und findet mit der ersten Profeß seinen Abschluß. Nach weiteren drei Jahren. die größtenteils unter der Leitung der Novizenmeisterin zugebracht werden, erfolgt mit der Ablegung der Feierlichen Gelübde die endgültige und unwiderrufliche Eingliederung in den Konvent. Über die berufliche Aus- und Weiterbildung wird je nach praktischer, intellektueller oder künstlerischer Begabung entschieden.
Besuche im Sprechzimmer, Teilnahme am Chorgebet, Tonbilder, Jubiläumsschrift und Briefwechsel. ![]() |
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